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Donnerstag, 7. Mai 2015

"Habt ihr euch schon eingelebt?"

Wir sind Profis im Einleben. Zumindest, was das Zurechtkommen in neuen Zuhausen angeht.
2007 lebten wir uns in einem zu einer Wohnung ausgebauten Schweinestall ein. In dem es zog und bei winterlichen Temperaturen nie richtig warm wurde. Aber wir gewoehnten uns dran und gingen von Oktober bis April dick angezogen ins Bett. Und hatten schnell eine grosse Auswahl Fleecepullover vorzuweisen. Das erste Baby wurde irgendwann geboren, die Wohnung war nicht mehr ausreichend komfortabel fuer uns und das Krabbelkind. Wir zogen um.
Wir lebten uns in einem Neubau ein, in dem es dauernd kalt war, gewoehnten uns an horrende Heizkosten und daran, dass es durch die Decke in die Kueche tropfte, wenn im Obergeschoss jemand die Dusche zum Duschen nutzte. Wir gewoehnten uns an Wasserleitungen die bei Minustemperaturen zufroren. Wir gewoehnten uns daran, dass die Trinkwasser pumpe regelmaessig ausfiel und schliesslich gewoehnten wir uns sogar daran, dass das Trinkwasser keins war und kauften es in 5-Liter-Kanistern. Und wir gewoehnten uns sogar daran, dieses Kanisterwasser vor dem Gebrauch erst durch eine Brita-FIlter laufen zu lassen, weil sonst saemtliche Haushaltsgeraete rubbeldikatz verkalkten. Alles war gut. Wir fande Freunde in der Naehe, wir wollten noch eine paar Jahre dort wohnen bleiben. Aber:
Der Mietvertrag wurde uns wegen Eigenbedarfs gekuendigt. Wir zogen um. Vom County Limerick im Westen in die Midlands.
Im Maerz 2012 lebten wir uns in einem riesigen, luxurioesen, toll ausgestatteten, Marmorverzierten, gut SCHALLisolierten Haus ein. In dem es aber - UEBERRASCHUNG - wieder erstaunlich kalt war. Aber wir waren das ja gewohnt. Und schnell waren die Marmorboeden, die Saalaehnlichen Schlafzimmer, die nicht nutzbare Badewanne, die zwar so riesig war, dass dort 5 Erwachsene bequem drin Platz gefunden haetten, aber mit einem Heisswasserkessel der gerade mal 120l Wasser fasste unmoeglich zu fuellen war, Dinge, an die wir uns problemlos gewoehnten. Zumal der Vermieter sich nicht sicher war, ob die Decke dem Gewicht der ordentlich gefuellten Badewanne standhalten wuerde. Das Haus stand bald zum Verkauf, die geforderten 400.000 Euro hatten wir nicht, das Haus gefiel uns nicht sonderlich und auf der Suchen nach einem neuen Zuhause verliebten wir uns in ein altes Farmhaus. Wir zogen nach 9 Monaten noch einmal um.

Auch ans Umziehen kann man sich gewoehnen. Wir sind inzwischen Profis.

Wir lebten uns in dem Farmhaus ein. Es war kalt, feucht, hellhoerig, arbeitsintensiv, hatte kein Trinkwasser, dafuer aber einen riesigen Garten. Wir gewoehnten uns an alles. Kauften zuerst wieder Trinkwasser in Kanistern und bauten schliesslich unsere eigene Aufbereitungsanlage ein.
Die Sache mit dem nicht bewilligten Kredit passierte. Wir zogen um.

Seit Dezember leben wir uns jetzt in einem Haus ein, in dem es eher kuehl als warm ist, in dem es wieder durch die Decke tropft wenn oben einer duscht und in dem es durch die Decke tropft, wenn der Wind unguenstig steht. Aber das ist okay. So ist das hier halt. Man wischt Pfuetzen auf, verteilt Eimer im Haus und opfert Wettergott ein Lamm hofft auf besseres Wetter. Und auf Wind aus Nord-Suedlicher Richtung. Alles eine Frage der Gewoehnung.

Schwieriger ist das Einleben in die Dorfgemeinschaft. Wir sind jetzt fast 2 1/2 Jahre Dorf-Mitbewohner. Und so richtig eingelebt fuehle ich mich nicht. Ich gebe mir Muehe, ich versuche, nicht zu aufdringlich zu sein und mich trotzdem immer mal bei den Nachbarn und dem Rest der Gemeinschaft in Erinnerung zu rufen... und trotzdem sind wir immernoch die Neuen. Die, die zu keiner Clique gehoeren. Die vergessen werden zu benachrichtigen, wenn eine Veranstaltung im Gemeinschaftshaus stattfindet. Oder wenn eine Veranstaltung im Nachbarort stattfindet. Wenn eine neue Fussballsaison anfaengt, bei der Klara gerne in der U6 spielen wuerde. Ich verteile Telefonnummern, ich bitte darum, helfen zu duerfen, wir bieten Sponsoring von Veranstaltungen an... bisher macht es keinen grossen Unterschied. Manchmal fuehle ich mich geduldet. Manchmal fuehle ich mich willkommen. Abgelehnt fuehlte ich mich gottseidank NIE. Aber meistens fuehlt es sich so an, als wuerde ich von aussen zugucken.

Und dann denke ich mir: "Was sind schon 2 1/2 Jahre. Gib dir und den anderen Zeit. Es dauert halt etwas."

Heute war meine neue Nachbarin zu Besuch. Wir tranken Kaffee. Sie hatte ihre kleine Tochter dabei. Sie ist Hausfrau. SO WIE ICH!!! Sie ist unglaublich nett und lustig. Ich bin froh, dass sie meine Nachbarin ist. Und morgen Nachmittag kommt sie mit ihren 3 Kindern, von denen 2 in Klaras Alter sind, wieder zu uns. Die Kinder werden einen 3D-Film gucken und Popcorn essen und fuer und Mamas steht eine Flasche Sekt kalt. Das freut mich so unglaublich. Und darum ist heute ein guter Tag. Ein weiterer, kleiner Schritt in Richtung "Eingelebt sein" ist getan. Yippiiiieh!

Lena

Freitag, 21. November 2014

Wieder auf Anfang.

Die letzte verbliebene Bank spielt nicht mit.
Um einen Kredit vom County Council zu bekommen verdienen wir zu viel Geld.
Das Haus die Strasse runter, in das wir liebend gerne einziehen wuerden,
steht nicht als Mietobjekt zur Verfuegung.
Wir werden weiterziehen.
Muessen.
Wir sind traurig.
Und wuetend.
Aber wir werden es schaffen.
Nochmal Kisten packen.
Nochmal neue Nachbarn kennenlernen.
Nochmal eine neue Schule finden.
Nochmal von vorne.
Das kriegen wir schon hin.
Waer doch gelacht!!!
Wir haben ja noch uns.

Lena

Mittwoch, 5. Dezember 2012

Adventsbloggalender-Gewinn vom 3.12.

Mal schnell zwischen streichen und Kisten auspacken 
habe ich mit der Hilfe von www.random.org die Lostrommel gerührt!
Die Geldboerse gewonnen hat 
die liebe Mel von Mezzogiorno-Handgemacht
Ich danke allen herzlich fuer die Teilnahme und hoffe,
dass ich noch ein paar liebe Leser dazugewinnen konnte. 

Jetzt gehts aber hopp-hopp weiter in der kleinen Farm.
Wir wollen morgen zum Möbelschweden, 
ein paar Kleinigkeiten und Grossigkeiten besorgen,
damit das Schlafzimmer schon bald bezogen werden kann. 
Es fehlt dafuer z.B. ein Bett. 
Dann sind die Naechte im Gaestezimmer auf der Schlafcouch schon bald Vergangenheit. 
Dafuer muss aber noch eine Schicht frisches Weiss an die Waende
und der Putzlappen geschwungen werden. 

Habt einen schoenen Tag und denkt dran, heute Abend die Stiefel rauszustellen.
Sonst gibts nix vom Nikolaus. 

Bis bald,
Lena


Montag, 3. Dezember 2012

Mein Adventsbloggalendertuerchen... etwas verspätet!

Mein letzter Post ist schon einen Monat her... ich entschuldige mich!
Wir hatten noch Besuch und eine Geburtstagsparty,
es musste viel verpackt werden
viel genaeht und organisiert und geplant
es war stressig und anstrengend und ermuedend 
und aus dieser Phase gibts es sowieso nichts besonderes zu berichten.
"Nothing to write home about", wie die Iren so schoen sagen.
Aber ich bin wieder da!!!
Der grosse LKW hat unser gesamtes Hab und Gut zur Kleinen Farm transportiert.
Gestern sind die Hunde umgezogen.
Mit Hilfe der lieben Petra und ihrer Familie haben wir es schon schön, 
es haben alle schon so fleissig angepackt, dass halbwegs eine Grundsauberkeit herrscht,
das Kinderzimmer schon gestrichen und weitgehends eingerichtet ist,
die Kueche eingeraeumt,
Schlaf- und Wohnzimmerwaende schon zum Teil in neuem Weiss erstrahlen
und wir uns jetzt nach und nach ausbreiten können!!!!
Ein tolles Gefuehl!
Seit letzter Nacht steht die Internetverbindung!
Und heute bin ich mit dem Adventsbloggalender dran.

Darum verlose ich heute etwas. Eine Geldboerse. 
Sie liegt hier fix und fertig und wartet nur darauf, verschickt zu werden. 
Hier ist das gute Stück:



Wer also Interesse daran hat, ordentlich abzusahnen, der hinterlaesst bitte einen Kommentar, unter diesesm Blogpost
und sein Name landet automatisch in der Lostrommel.
.....

Alles klar? 
Ich wuerde mich natuerlich auch ueber noch mehr Likes bei Facebook Freuen. *klick*

Wenn uns unser Internet nicht im Stich laesst, gibts heute Abend schon ein paar Bilder 
von der Kleinen Farm von innen fuer euch. 
Ich stuerze mich dann mal wieder in die Arbeit. 
Viel Gleuck allen Teilnehmern! 

Lena

Freitag, 2. November 2012

Die Sache mit dem Telefonanschluss

Die "Eircom" ist das sowas wie die Deutsche Telekom. 
Bis 1999 ein staatlicher Verein, ist die Eircom jetzt auch in privater Hand und genau wie der Deutsche Telekom in Deutschland gehoert ihr das gesamte Telekommunkationsnetz Irlands.

Irland hat nicht nur eine der  modernsten Telekommunikationsinfrastruktur Europas sondern gleichzeitig die hoechsten Telefongebuehren weltweit. 

Da sollte man doch meinen, es sei kein Problem, sich ueber einen relativ kurzen Zeitraum mit wenig Aufwand einen Festnetzanschluss legen zu lassen. 

Aber wir sind ja schon laenger hier. Und kenne die Traegheit der Telefongesellschaft. 

Am 26.9. diesen Jahres, als feststand, dass die Kleine Farm unser Eigenheim werden soll, hat der Lieblingsehemann also bei der Eircom angerufen und einen Festnetzanschluss beantragt. Zum 1. Dezember 2012. Denn schliesslich laeuft ohne Festnetz- und Faxanschluss bei einem selbstaendigen Unternehmer auch in Irland nicht viel.

Erstmal erntete er Gelaechter. Was er denn glaube, warum er SO FRUEH anrufen muesse. Bis Dezember sei schliesslich noch OHNE ENDE Zeit. Nun gut, er liess nicht locker und man versprach, sich zu kuemmern. 

Eine Woche spaeter rief er nochmal bei den Telefon-Maennlein an um zu hoeren, wie es denn nun aussaehe mit dem Anschluss. Ob man sich die Lage des Gebaeudes denn schonmal angeguckt habe und wuesste, mit welchem Aufwand die Erledigung des Auftrags denn verbunden sei. 
Am naechsten Morgen, gegen 9h sei man vor Ort. Man koenne sich ja dort treffen. 
WAS FUER EINE UEBERRASCHUNG! Innerhalb von nichtmal 24 Stunden sollte jetzt ploetzlich etwas passieren! Es war unfassbar! 
Am naechsten Morgen stand der Lieblingsehemann dann unter der Dusche, als um 8h sein Handy klingelte. Ein Mitarbeiter der Eircom war am Apparat. Wo denn der Lieblingsehemann sei. Man stuende jetzt vor der Schule gegenueber von der Kleinen Farm, aber es sei unklar, um welches Gebaeude es sich jetzt handle, das den Festnetzanschluss benoetigt. Ach, das ALTE HAUS da UNTEN? Neee, das liege im Zustaendigkeitsbereich einer anderen Eircom-Stelle. 
Den Einwand des Lieblingsehemanns, dass er doch die genaue Adresse und den Standort der Kleinen Farm angegeben hatte und die ZENTRALE der Eircom daraufhin die Zeigstelle beauftragt habe und es somit NICHT SEIN Fehler war, dass jetzt die falschen Telefonmaennchen zur Kleinen Farm rausgefahren seien, ueberhoerte der Anrufer geflissentlich und verabschiedete sich eher unhoeflich. 

Also war wieder ein Anruf bei der Zentrale faellig. Ja, man wisse jetzt um welches Gebaeude es sich genau handle. Und ja, theoretisch koenne man von der Grundschule aus eine Abzweigung legen, aber dafuer muessten auf unserem Grundstueck 2 Masten aufgestellt werden, das Gebaeude sei schliesslich ziemlich weit von der Strasse entfernt. 
Die Kosten dafuer uebernehme aber die Eircom.

Gut, was sein muss, muss sein. Denn unterirdisch verlegt man in Irland grundsaetzlich keine Leitungen. 
Warum auch immer. 

Ein paar Tage spaeter rief der Lieblingsehemann wieder bei der Eircom an um herauszufinden, wie weit man denn nun sei mit dem Anschluss. 

Man arbeite daran. Im Hintergrund, war die Antwort. 
WAS AUCH IMMER DAS HEISSEN SOLL!
Es wurde von unserer Seite NOCHMAL darauf hingewiesen, dass der Anschluss bis zum 1.12. stehen muesse. 
Das sei kein Problem, hiess es. Uns ueber den Forgang auf dem Laufenden halten??? 
Wir rufen sie an. 

Also warteten wir. 
Und warteten. 

Jetzt ist es kein Monat mehr. Es wird langsam Zeit, dass wir mal von einem Bagger erfahren, der auf dem Grundstueck 2 Loecher buddelt um die Masten dort einzipflanzen. Oder nicht? 
Wir erfuhren davon aber nichts. 

Der Lieblingsehemann rief heute nochmal bei der Eircom an. Schliesslich hat er eine Auftragsnummer. Mit dieser Nummer sollte man ja in einem gut organisierten System mit ein paar Mausklicks herausfinden koennen, wie die Vorbereitungen beim Projek "Festnetz fuer die Kleine Farm" voranschreiten. Oder nicht?

Jaaa, es gebe da ein Problem. Man musste mit dem County Council in Kontakt treten, da es sich ja um einen weit abgelegenen Neubau handle. Und das wuerde nun bearbeitet. 
Mein zum Glueck sehr geduldiger Lieblingsehemann erklaerte dem Telefonmenschen am anderen Ende der Leitung, dass er SEHR ueberrascht waere, dass in Irland ein Gebaeude von 1850 in die Kategorie "Neubau" fallen wuerde. 
Da war der Telefonierberatermensch am anderen Ende der Leitung aber irritiert. Er wuerde sich grad mal bei dem zustaendigen Ingenieur erkundigen. *20 Minuten Warteschleife*

Jaja... da haette er sich jetzt vertan. Ob der Lieblingsehemann ihm denn nochmal seinen Namen, die volle Adresse und unsere jetzige Telefonnummer geben koenne? 

Jetzt war mein Lieblingsehemann derjenige, der etwas irritiert war. Er haette doch erst vor ca. 22 Minuten eine Auftragsnummer durchgegeben, unter der doch EIGENTLICH saemtliche Kontaktdaten gespeichert sein sollten. Man haette ihn schliesslich im System daraufhin gefunden. Und unseren erst knapp 200 Jahre alten Neubau auch. Oder nicht?

Eeehm.... nun... Er, der Telefonberatungsmensch sei nunmal gerade NICHT an seinem Platz. Er sei an einem anderen Rechner. Und da habe er keinen Zugang zu unseren Daten. Er rufe aber am Montag mit Neuigkeiten zurueck. 

Oder nicht. 

Wer wettet, dass wir am 1.12. 2012 eine funktionierende Festnetzleitung haben? 
Wir nicht. 



Dienstag, 30. Oktober 2012

Halloween naht!

Wir haben wieder gebastelt. 
Aus Marmeladenglaesern, Seidenpapier, Bastelleim und Tonkarton. 


Seidenpapier in kleine Vierecke schnipseln...

...gaaanz viele Schnipsel...


...Marmeladenglas dick mit Bastelleim (wer hat kann auch Kleister nehmen) einpinseln...


...mit 2-3 Lagen Seidenpapierschnipseln bekleistern...


...und Tonkarton-Fratze draufkleben...


...Teelichte reinstellen, anzuenden und GRUSELN!


Klara hat ihre Schokoladen-Gruselaugen zweckentfremdet.
Und dann aufgegessen.


Den Nachmittag haben wir bei Petra und ihren Kids verbracht. Das war wieder super! 
Wir freuen uns auf die Zeit, wenn wir ENDLICH Nachbarn sind! 


Ach, uebrigens ist der erste Stuhlkissenbezug fertig. 


Und der zweite.


Und der gelbe Stuhl hat einen pinken Sitznachbarn bekommen. 


Morgen gehts unserem riesigen Kuerbis an den Kragen, 
den ihr hinter dem Pinken Stuhl auf der Kommode stehen seht. 

Den zeig ich euch morgen.
Lena

Donnerstag, 25. Oktober 2012

Die erste Halloweenparty im Hause Huelsmann!

Klara hatte heute ihre erste Halloween-Party in der Playschool.
Und sie wollte ein Hexenkostuem.
Ich haette es mir leicht machen koennen und im Supermarkt 
ein Kostuem von der Stange kaufen koennen.
Habe ich aber nicht. 
So war es auch viel spannender.
Zusammen haben Klara und ich im Internet die Stoffe bestellt. 
Lila Baumwollstoff, schwarzer Spinnenweben-"Flatterstoff", lila Feintuell und Glitzerspinnen 
wurden per Mausklick fuer den grossen Tag von der Hexe hoechstpersoenlich ausgesucht. 

Also habe ich genaeht. 

Einen Rock


und einen Zauberstab.


Geschmueckt mit einer Hexenkette


und ausgestattet mit Hexenhut und "Kartoffelbrei" ging es dann heute morgen in die Playschool.


Ich habe die hexenfreie Zeit genutzt und Geschirr eingewickelt und in Kartons geraeumt. 


Am Nachmittag hat der Lieblingsehemann die naechste Tour 
mit einer Ladung Kartons zur Kleinen Farm gemacht. 
Hier leeren sich langsam aber sicher die Zimmer. 
Und die Kleine Farm fuellt sich. 


Lena


Sonntag, 21. Oktober 2012

Flamingo Fun...

...heisst eine der Farben, die wir heute gekauft haben, 
um unsere Stuehle mit einem neuen Anstrich aufzupeppen! 

Denn wir waren heute im Baumarkt und haben uns mit den Farbmustern beschaeftigt. Ich wollte
Pink
Zitronengelb
Limettengruen und
Aquablau. 

Denn, weiss oder grau kann ja jeder. Oder?

Und DIESE Farben haben wir  habe ich dann schliesslich ausgesucht.



Jaaaa. Ist ja gut. ICH habe sie ausgesucht. Aber mal ehrlich....
 macht es Sinn, einen Mann mitentscheiden zu lassen, der beige fuer eine
 ansprechende Wandfarbe haelt und braune Blumentapeten "okay" findet? 
Eben. 

Der Lieblingsehemann hat EINEN entscheidenden Fehler gemacht. 
Er hat wortwoertlich gesagt:
"Bei der Dekoration und Einrichtung lasse ich dir freie Hand. Du machst das schon." 

JUCHUUUU! ES WIRD BUNT!!! 

Klara fand es richtig spannend dabei zuzugucken, wie der nette Verkaeufer bei Woodies DIY, etwas unglaeubig zwar aber sehr nett und relativ fix,
 unsere Wunschfarben zusammengeruehrt hat. 


Der Lieblingsehemann durfte auch etwas machen. Es ist ja nicht so, 
dass er nur dumm danebenstehen durfte 
waehrend Klara und ich die Einhaltung des Farbkonzepts fuer die Kueche
 in der kleinen Farm ueberwacht haben.
 Nein nein! Er durfte Handwerkszeug ranschaffen. 
Also, Rollen und Schleifpapier und Verduenner. 
Maennersachen eben. 


Bei der Auswahl der Pinsel haben wir ihm auch nicht reingeredet. 
Und ich muss sagen, das hat er seeeeehr gut gemacht
. An dieser Stelle mal ein ganz dickes Lob! :-)


Ein neues Maennerspielzeug durfte er sich auch noch aussuchen. 
Einen echten Bandschleifer. 
Ich bin ja garnicht so. 


Zuhause angekommen wurde sich dann in alte Klamotten geschmissen und um spaeter Farbreste auf den Haenden zu vermeiden ordentlich gecremt. 



WAS fuer ein GENIALES Zeug. (Nach dem Streichen mit LACK einmal die Haende gruendlich mit warmem Wasser und Seife gewaschen... alle Farbspritzer weg.)

Dann gings los. 

Der Mann durfte sein neues Spielzeug ausprobieren. 


Ich habe das kleine Geraet in die Hand genommen.


Und dann kam der beste Part. Zitronengelbe Farbe! 
Zum Glueck hatte ich einen eifrigen Helfer.
 Das Streichen ging so wirklich ruckizucki.




Und so sieht er jetzt aus. Unser Zitronengelber Stuhl. 



Ich bin hellauf begeistert und freue mich jetzt schon auf 
"Flamingo Fun", "Lime Zest" und "Azure Fusion". 


Ach ja... der Tisch. Davon gabs ja noch gar kein Bild. 


Vorher.


Nachher.


Gut, nech?

Lena

Samstag, 20. Oktober 2012

Die ersten Kisten sind umgezogen!

Eigentlich findet der Umzug ja erst am 1.12. statt. 
Aber die Hausbesitzerin hat uns erlaubt, 
jetzt schonmal hin und wieder ein paar gepackte Kisten dort abzuladen, im zukuenftigen Interflon-Buero. Also hat mein Lieblingsehemann sich auf die Socken gemacht 
und uns auch wieder ein paar Bilder und sogar ein Video vom Haus mitgebracht. 
Ist er nicht toll?


Ich finde die Hintergrundgeraeusche klingen nach Kutsche. Das geklirre der Glaeser im Laderaum des Vans... oder nicht? Wie in einem Jane-Austen-Film. 


Dann musste der Van entladen werden. Der Sohn der Hausbesitzerin hat geholfen, die Kisten zu schleppen. Ist das nicht nett? 

So sieht das jetzt aus. Ein "bisschen" Platz ist noch da, fuer die restlichen eeeehm...
 80 Kartons. Oder so.


Es gibt neue Aufnahmen der Gebaeude. WOOOOOOW! Z
um Glueck war das Wetter super! 

Panorama-Bild vom Innenhof und den Nebengebaeuden. Tolle Funktion! 
Nur leider ist das Bild ein bisschen klein geworden... schade. 


Wenn man draufklickt, wird es groesser! 











Haupthaus von hinten.  



Haupthaus von hinten mit Nebengebaeuden.


 Ist das nicht WUNDERSCHOEN???






Das wars erstmal fuer heute. Morgen wollen wir zum Baumarkt.
 Farben kaufen. 
Bunte Farben. 
Fuer unsere Stuehle.
Ich werde berichten.


Lena


Donnerstag, 18. Oktober 2012

Unsere ersten "neuen" Moebel sind da!

Nachdem wir beschlossen hatten, uns eine kleine Farm zu kaufen, war natuerlich auch klar, dass wir den Guertel enger schnallen muessen. Trotz allem war es mir wichtig, mit der Familie zusammen an einem Tisch sitzen zu koennen. Zum Essen, Reden, Lachen, Spielen, Malen, Basteln, Feiern... was man an so einem Tisch eben so macht. 
Wir haben ueberlegt, was fuer Moebel, was fuer ein Stil wohl in das Haus 
und zu uns passen wuerden. 
Und haben uns geeinigt auf froehlich, bunt, lustig, gemuetlich... 
aber ohne viel Tueddel und Krimskrams. 
Wir wuenschen uns, nach 6 Jahren in moeblierten, fertig eingerichteten Haeusern zu leben, endlich die Waende so zu streichen und das Haus so zu dekorieren, wie WIR das wollen. 
Und UNS gefaellt die Idee, ein Haus, das eine Geschichte erzaehlt
 mit Moebeln zu fuellen, die mitreden koennen. 
Waer ja auch bloed fuer die Moebel. Das Haus redet sich die Schnute fusselig und die Moebel koennen nur schwedisch und kennen nur Fabrikhallen, HotDog-Geruch und junge Eltern mit quengeligen Kindern auf der Suche nach dem, was schon 2023472430985 andere Familien davor in flachen Kartons verpackt in ihre Haeuser geschleppt und dort mit dem Standard-Imbusschluessel zusammengebaut haben. 

Versteht mich nicht falsch, ich LIEBE den Moebelschweden. Ich finde es toll, mir Einrichtungsideen abzugucken, denn das haben die ECHT drauf. Aber die Dinge, die mir da am besten gefallen sind nunmal auch nicht immer die guenstigsten Artikel.

Aus reinem Interesse googlete mein Lieblingsehemann sich durch die irischen Secondhand-Verkaufsportale und fand ruckizucki einen Tisch. Eine Holzplatte, 4 Beine drunter, Platz fuer 6-8 Personen. Kein Schnick, kein Schnack. Ein Tisch halt. €40.- Und der ist jetzt da. Steht aber noch draussen im Van denn es ist dunkel und spaet und regnet. Aber das was ich von dem Tisch erkennen konnte sieht verdammt "tischig" aus und erfuellt meine Ansprueche. Ich werde ihn abschleifen und klar lackieren. 

Wo der Lieblingsehemann aber schonmal dabei war einen Tisch abzuholen klapperte er heute in und um Dublin noch ein paar andere Adressen ab von Menschen, die aus den unterschiedlichsten Gruenden ihre Moebel an den Mann bringen wollten und bekam 6 Stuehle. 2 Paerchen und 2 Singles. Fuer sagenhafte 52,- Euro. Nicht unsere 100%ige Vorstellung von dem, was wir unter Secondhand-Stuhlmix verstehen und auch das Design des einen oder anderen Sitzmoebels ist nicht so gaaaaanz der Hit. Aber ich denke, abgeschliffen, mit Farbe aufgepeppt und selbstgeschneiderten Kissen koennten das echte Schmuckstueckchen werden. Zumindest fuer ein paar Jahre. Bis wir uns richtig sicher sind, wie wir unsere kleine Farm laengerfristig einrichten wollen. 

Und hier sind die 6 "Prachtstuecke".


Und nein, die kleinen sind keine Kinderstuehle. Sie haben einfach eine mini-Rueckenlehne. Und werden wohl nicht dauerhaft in der Kueche wohnen sondern nur dann, wenn mehr als 4 Leute dort essen wollen. Fuer den Anfang find ich das Sixtett klasse!

Lena

Dienstag, 16. Oktober 2012

Bei der Bank und so.

Ich habs ja gestern schon angekuendigt, dass wir einen TERMIN bei der Bank hatten, um noch ein paar Zettel zu unterschreiben. 



Ja... wir hatten einen TERMIN. Und die Dame, die uns fuer die Unterschriften brauchte, 
hat auch einen Kalender. 
Ich hab ihn gesehen. Also, so ein Buch, auf dem in goldenen Lettern "2012" drauf steht... 
...was soll das schon anderes sein? 
Aber wir haben schon oefter die Erfahrung gemacht, dass Termine vereinbaren hier auf der Insel eher dafuer gedacht ist, den Schein zu wahren, alles ginge seinen geregelten Gang. Oder, um Buecher mit Jahreszahlen drauf wichtig herumliegenlassen zu koennen. Was drin steht ist da ja erstmal egal. 

Also durften wir im schicken Vorraum mit Ausblick auf noch schickeren Teppich erstmal ne Weile warten. 


Haette ich das gewusst, haette ich mir einen Kaffee mitgenommen. 
Hatte ich aber nicht. 




Dann habe ich zu Hause weiter ausgemistet und unter Anderem wunderschoene, 
alte Schnittmusterhefte gefunden. Und aufgehoben. 
Und unsere Abstellkammer ausgeraeumt und unser Party-Glaesersortiment voooorsichtig verpackt. 
Die brauchen wir schliesslich bald wieder. 


Dann mit Klara eine Runde Gummitwist gespielt. 


Und am Ende des Tages meinen Body gestaehlt und fuer den Umzug vorbereitet.
Die Sportsachen und Handtuecher drehen schon ihre Runden in der Waschmaschine. 



Und morgen erzaehle ich euch dann, wie mein Koerper die ganzen Crunches und Planks, zu denen ich genoetigt wurde, verarbeitet hat. 
Ich fuerchte, das gibt einen ordentlichen Muskelkater. 

Lena