Donnerstag, 13. März 2014

Schwangerschaftsvorsorge in Irland Teil II.

Meine Schwangerschafts-App sagt, 
dass in nichtmal mehr 6 Wochen der "Liefertermin" vom Farmbaby ist. 
Ich bin auch ganz bilderbuchmaessig in Zielgerade-Laune. 
Schnaufig, Sodbrennengeplagt, mit unberechenbaren Stimmungsschwankungen 
und vor allem HUNDEMUEDE!!
Und heute war wieder ein Termin beim Hausarzt faellig. 
Zur Kontrolle von Blutdruck, Gewicht, Urin und Herzgallopplauscherei. 
Weisst schon. 

Ich war puenktlich in der Praxis um zu erfahren,
dass heute NICHT der Herr Doktor,
sondern die Sprechstundenhilfe, "Nurse" genannt, 
die Untersuchungen macht. 

Was haben wir es doch GUT in Irland, dass wir uns NICHT aufregen muessen, 
dass uns private Vor- und Nachsorgehebammen weggenommen werden koennen. 
Weil es sie schlichtweg NICHT gibt. 
Man kann das auch ruhig mal positiv sehen.
Wir haben Doktoren. 
Meistens. 
Wenn sie Zeit haben.

Alles gut, mich kann schon lange nichts mehr schocken.
Blutdruck messen und wiegen sollte ja jeder irgendwie koennen.

Die Dame fing mit dem Blutdruck an. 
Der Wert war ihrer Ansicht nach VIEL ZU HOCH. 
Ein Blick auf das Display des Geraets verriet MIR aber, 
dass dieser Wert eigentlich den Werten 
der vorangegangenen Untersuchungen 
bei den Aerzten und den Hebammen sehr aehnelte.
Also, denen im Krankenhaus.
Aber was macht die gewitzte Nurse?
Sie misst einfach nochmal. 
Und nochmal. 
Und nochmal.
Bis ihr der Wert besser gefaellt. 
Und traegt ihn dann in den Vorsorgepass ein. 

Dann wurde ich gewogen. 
Ich wog 2kg weniger als bei der letzten Untersuchung im Krankenhaus. 
Das hatte Stirnrunzeln zur Folge. 
Mich hat aber auch DAS nicht beunruhigt. 
Vielleicht ist die Waage im Krankenhaus ja einfach eine andere?
Vielleicht sind die nicht geeicht?
Vielleicht hatte ich da einen Pulli mehr an?
Und ueberhaupt... ich bin ja keine Elfe.
Ich MUSS ja nicht ueber 20kg zunehmen,
wie damals vor 5 Jahren. 
Mir gehts gut.
Keine Wassereinlagerungen.
Keine Schmerzen. 
Das Farmbaby raubt mir den Schlaf mit seinem Gestrampel. 
Ist also vermutlich auch fit.

Dann sollte ich mich auf eine Liege legen.
Hab ich gemacht. 
Was von der Nurse mit dem lobenden Spruch
"Good Girl!" quittiert wurde. 
Hatte ich also fein gemacht. 
Und ich fuehlte mich nur ein WINZIG KLEINES BISSCHEN
veraeppelt.

Der Bauch wurde befuehlt,
festgestellt, dass das Farmbaby inzwischen 
die Schaedellage eingenommen hat. 
Wieder Stirnrunzeln.
Der Bauch erscheint sehr klein.
Fuer die 35. Woche. 

Ja, HEILIGER BIMBAM!!!

Da war ich langsam echt genervt. 
Als ich vor 5 Jahren schwanger war,
vor allem am Ende,
war ich ULTRARUND, 
wog am Schluss ueber 90kg,
meine Haende und Fuesse waren dick und geschwollen
und schliefen alle naselang ein. 
Mir passte meine Umstandskleidung die letzten Wochen kaum noch.

Und diesmal ist alles anders. 
Eigentlich fuehle ich mich viel wohler so. 
Aber:
Ich habe auch viel mehr auf mich geachtet.
Auf meine Ernaehrung vor allem.
Und mich mehr bewegt.

Und die "Nurse" STIRNRUNZELT mich an.
Ich hab einfach zurueck gestirnrunzelt. 
Da kenn ich NIX.
Mich stirnrunzelt KEINER einfach so an.
Tze!!!

Uebrigens:
Die Herztoene sind super. 
Urin auch. 

ABER:
Naechste Woche soll ich wieder kommen. 
Zum Blutdruck messen. 
Nur um sicher zu sein. 

Nachdem die Aerzte und Hebammen im Krankenhaus
und mein Hausarzt
NIE etwas auszusetzen hatten.

Ey. 
Aber gut. 
Soll sie halt nochmal den Blutdruck messen
naechste Woche. 
Uebung kann ja nicht schaden. 




Vom Lieblingsehemann bekam ich heute uebrigens Blumen geschenkt. 
Weil mich das graue, truebe, kalte Wetter so nervt. 
Jetzt ist es wenigstens auf dem Kuechentisch fruehlingsbunt.




Lena












Mittwoch, 12. März 2014

Meine 12 von 12 im Maerz


#1:
Ein Blick aus dem Schlafzimmerfenster versprach schoenes Wetter. 
Das liess aber auf sich warten.


#2:
Also haben das Kind und ich erstmal in Ruhe geduscht. 
Und gefoehnt.
Und das Schaf geschmust.


#3:
Dann wurde gefruehstueckt. 
Muesli mit getrockneten Feigen, Nuessen und Erdbeeren. 
Dazu Tee und warmes Zitronenwasser.


#4:
Draussen blieb es weiter kalt und grau. 
Also wurden alte Hoerspielkassetten gehoert.
Und im Grueffelo-Buch schreiben geuebt.


#5:
Als Klara in der Playschool war, habe ich mir diesen Farm Shop angeguckt. 
Da gibt es vor allem Fleisch von gluecklichen Tieren. 
Das brauchte ich zwar heute nicht, aber ich werde es mir merken. 
Der naechste Jieper auf Spaghetti Bolognese kommt bestimmt!
Ich kaufte ein wirklich leckeres Zitronenoel und vegetarische "Wurst".



#6:
Ich habe in noch einem anderen Farm Shop dann Gemuese gekauft
und unser Gemuesefach im Kuehlschrank aufgefuellt. 


#7:
Zu Hause habe ich dann noch die restliche freie Zeit genutzt und mich ausgeruht. 
Und eine Avocado geloeffelt. 


#8:
Dann musste das Kind wieder abgeholt werden.
Es war IMMERNOCH neblig und kalt. 



#9:
Trotzdem haben wir noch etwas frische Luft geschnappt.
Und mit den Huehnern gekuschelt.


#10:
Auf kochen hatte ich keine Lust. 
Darum gabs Brote mit Salat, Ei und Fisch.


#11:
Die Zeit draengt.
Es wird Zeit, mein Mutterschaftsgeld zu beantragen!


#12:
Das wars fuer heute. 
Mit Obst, Nuessen und Tee verkruemelten der Lieblingsehemann und ich
uns ins Wohnzimmer auf die Couch. 
Und geniessen hier jetzt gerade den Feierabend.



Noch mehr teilnehmende Blogs bei den "12 von 12" im Maerz
findet ihr HIER! *klick*

Lena




Sonntag, 9. März 2014

Ein Wochenendrueckblick

Am FREITAG

Habe ich gegen das Kind im Mensch-Aergere-Dich-Nicht verloren.


Mir zum Mittagessen NUR diesen gruenen Smoothie gegoennt, denn...


...abends hatte ich ein Date.
Mit dem Lieblingsehemann. 
Verabredet waren wir 
zum Schlemmen
und Film anschauen.


Wir waren lecker italienisch essen,...


...und im Kino.


Unsere lieben Nachbarn haben Klara fuer den Abend zu sich genommen. 
Wo sie mit der fast gleichaltrigen Tocher
einen lustigen Abend hatte. 

Der SAMSTAG

startete mit einer wilden Kissenschlacht.


Mit vereinigten Kraeften wurde das Huehnergehege 
und das Gelegehaus geputzt.


Die Waermelampe wurde an die Wand geschraubt.


Und die Huehnertruppe um 3 Gackerhennen erweitert. 




Unter den wachsamen Augen der Katzen.



Und weil mein Babybauch 
langsam etwas hinderlich ist beim Unkraut jaeten
und sonstigen Gartenarbeiten, fuer die ich mich
buecken und hinhocken muss,
habe ich ein paar Runden auf dem Rasenmaeher gedreht.
Im Sitzen arbeiten geht noch super.




Und SONNTAG (also heute)

fing mit einem viele Stunden andauernden Stromausfall an. 
Darum gingen wir aushaeusig fruehstuecken. 
Ungeduscht. 
Denn zum Duschen braucht man in Irland Strom.
Klingt komisch,
ist aber so!
Gekaemmt haben wir uns aber.
Mit dem unelektrischen Kamm. 
Ganz Old School.

Fuer den Lieblingsehemann und mich
gab es ein ganz ordinaeres Fruehstueck
mit Kaffee und warmem Toast,
das Kind entschied sich fuer
Meringue mit Sahne und Erdbeeren. 
Schlaues Kind. 
Toast zum Fruehstueck gibts ja schliesslich immer zu Hause.
:-)


Nachmittags waren meine Freundin Petra und ich
mit 4 Maedels im Alter von 4 bis 9 Jahren im Kino. 
Es gab "Tinkerbell and the Pirate Fairy" auf die Augen. 
Wir hatten riesigen Spass. 
Die Maenner liessen wir zu Hause.
Die machten Maennerzeug in der Zeit.

Jetzt sitzen der Lieblingsehemann und ich auf dem Sofa.
Das Kind schlummert. 
Morgen geht die Woche wieder los!
Lasst es euch gut gehen!

Lena











Sonntag, 2. März 2014

Nach Irland auswandern. Wie alles anfing- Teil 2.

Nachdem wir 3 also erkannt hatten, dass wir uns gut verstehen
und ein super Party-Team sind,
haben wir uns in Koeln sehr oft getroffen.
Zum Feiern. 
So auch zum Beispiel an Karneval. 


Gerd und F. und ich. 
Und kurz spaeter dann noch R. 
Denn ich hatte mich verknallt und so zogen wir zu viert um die Haeuser. 
Wir hatten eine tolle Zeit.
(Seht mir nach, dass ich hier nur Bilder von mir und Gerd veroeffentliche,
weil ich nicht weiss, was die anderen 2 davon halten wuerden,
wenn ich sie hier auf meinem Blog praesentieren wuerde.)

Irgendwann im Fruehjahr 2006 hatte meine Lieblingsschwester 
ihre Ausbildung erfolgreich beendet
und weil ich an dem Wochenende frei hatte,
beschlossen wir spontan, das im Sauerland zu feiern. 
Und luden Gerd und F. ein. 


An DIESEM Tag erfuhr ich,
dass Gerd und F. den Entschluss gefasst hatten,
ihre Zelte noch innerhalb diesen Jahres in Moenchengladbach abzubrechen
um sich in Irland niederzulassen. 
Gerd habe die Moeglichkeit, 
nachdem er fast 15 Jahre bei Interflon Deutschland gearbeitet hatte,
eine Niederlassung in Irland zu eroeffnen und zu leiten. 
Wir haben darauf angestossen,
fanden die Idee total verrueckt und mutig,
aber so richtig beschaeftigt haben mich diese Neuigkeiten nicht. 
Sie betrafen mich ja nicht direkt. 
Ich hatte ja mein Leben in Koeln.
Und ich hatte ja R. 
Und einen tollen Job.
Und mir den Traum, in Koeln zu leben, ja schon erfuellt. 
Und war sehr gluecklich damit. 
Wer waere ich da, anderen den Traum vom Auswandern schlecht zu reden?
Eben. 
Wir feierten noch lange. 
Irland war erstmal kein Thema mehr.

Es kamen noch viele Partynaechte zu viert in Koeln.

Aber R. und ich waren dann irgendwann Geschichte. 
Was nicht ungewoehnlich war fuer mich. 
Ich verliebte mich, entliebte mich, verliebte mich, entliebte mich...
immer wieder, zackzack... 
Die Maennerauswahl in Koeln war einfach zu gross. 
Die Parties zu verlockend, sich auf dem Markt umzugucken. 
Ich war wie ein Kind in einem Bonbonladen, 
dass sich fuer EINE Sorte entscheiden muss. 
Das ist nicht leicht, glaubt mal! :-) 
Ich war also sehr flatterhaft. 

Und jetzt ratet mal,
WER ueber jedes Liebesdrama immer als erstes informiert wurde?
Wer mir Tag und Nacht mit Rat und Tat zur Seite stand?
Wer sich belustigte darueber, dass ich einen Sportstudenten kennengelernt hatte,
der mich besuchen wollte und wegen dem ich Werbebroschueren von 
Fitnessstudios in Koeln "zufaellig herumliegen" liess
und mir die Daumen drueckte, dass ich 
NIEMALS einen Mann mit einem Faible fuers Angeln kennenlernen wuerde.
Denn meine Wohnung war sehr klein. 
Und da war wahrlich KEIN Platz fuer eine Angelrute.
Und so eine Anglerlatzhose mit Stiefeln unten dran in dieser winzigen Bude 
zufaellig herumstehen zu lassen waere auch eher unmoeglich gewesen. 

Wer hat mir wohl die Traenen abgeputzt,
wenn ich das 3. mal diesen Monat Liebeskummer hatte?
Wer hat mich aufgemuntert?

Das war niemand anderes als Gerd. 
Den ich zu jeder Tages- und Nachtzeit angerufen habe. 
Und der damals schon eine undendliche Geduld mit mir hatte. 
Und ueber ALLES, was mir auf dem Singlemarkt in Koeln passierte,
bruehwarm unterrichtet wurde. 

Eine Freundin sagte mir irgendwann einmal,
wenn sie DEN perfekten Mann fuer mich aussuchen muesste,
der es mit mir aushalten koennte,
dann waere das Gerd. 
WAS FUER EIN UNSINN! 

Er hatte ja seine F. 
Und ich wollte schliesslich NICHTS von ihm wissen. 
Er war nur sowas wie meine maennliche beste Freundin. 
Auch, wenn ich manchmal dachte, 
dass er F. ja mal zu Hause lassen koennte. 
Um mit mir den inzwischen sehr warmen, schoenen Fruehsommer
in Koeln zu geniessen. 
Rein platonisch versteht sich.
Denn die WM 2006 stand vor der Tuer. 
Und auf Dates zu dritt hatte ich keine Lust mehr. 

Ganz ploetzlich und unerwartet,
am 21.6. 
bekam ich dann diesen Anruf. 
Spaet Abends. 
Von Gerd. 
Er habe sich getrennt von F. 
Nach 8 Jahren. 
Er sei auch schon zu seinem Arbeitskollegen gezogen. 
Und wuerde mich gerne sehen. 
Nach langen Ueberlegungen 
sei er zu dem Entschluss gekommen,
dass er lieber mit MIR seine Zeit in Irland verbringen wuerde. 
Als mit F. 

Ich war geschockt.
Und habe mich gefreut. 
Und habe mich mit Gerd zu einem Date verabredet.
In Koeln. 
2 Tage spaeter. 
Um das Ganze zu besprechen.
Da hatte ich also endlich mein Date zu zweit. 
Nur,  irgendwie hatte ich mir das doch anders vorgestellt. 
Aber noch war ja alles offen...


Lena













Samstag, 1. März 2014

Terrasse putzen!

Der Fruehling kommt. 
Ganz bestimmt. 
Steht im Kalender. 

Aber weil ich keine Lust mehr hatte, auf besseres Wetter zu warten,
dass sich scheinbar an genaue Termine haelt 
und es ueberhaupt  nicht einsieht,
vor dem 20.03. mal laenger als ein paar Minuten schoen zu sein,
habe ich heute beschlossen,
die eh schon feuchte Luft
und den sowieso schon Pfuetzenuebersaeten Boden
noch nasser zu machen. 
Mit Hochdruck.

Denn der Anblick unserer "Terrasse"
ging mir schon eine Weile gehoerig auf die Nerven. 
Vergammelte, sumpfige Blumentoepfe
mieften auf der vermosten, glitschig-matschigen Betonflaeche
vor sich hin.
Das haben wir geaendert. 


Mit Hochdruck!




Es war wirklich noetig.


Und zum Schluss waren Schuhe, Socken, Hose
ordentlich eingeweicht.


Aber das Ergebnis kann sich sehen lassen. 
Oder?


Die Idee, die Betonflaeche 
mit einem Teakholz-Terrassenbelagzu verschoenern,
haben wir erstmal verworfen. 
Denn irgendein Witzbold hat den wirklich schattigsten Platz
des gesamten Innenhofs ausgewaehlt um daraus eine Terrasse zu basteln. 
Was in Irland bedeutet, dass man es dort ab 16h nicht mehr aushaelt.
Weil man friert. 
Auch im Juli. 
Also werden wir lieber eine andere Stelle  auf dem Grundstueck 
in eine Grillterrasse verwandeln. 
Und der Betonplatz bleibt erstmal Betonplatz. 

Lena